25. September 2016

Der zehnte Start in Ulm

Meinen zehnten Start in Folge habe ich in diesem Jahr in Ulm bei den Einstein Läufen. Dabei bin ich einmal beim Marathon und alle anderen Male beim Halbmarathon gestartet. Zugleich bin ich hier auch meinen allerersten Halbmarathon in 1:39 Stunden gelaufen und meinen zweitbesten Marathon in 2:41 Stunden. In diesem Jahr bin ich recht gut trainiert und werde auf eine sub 80 anlaufen. Dazu habe ich mich, wie schon im Vorjahr, mit Manne verabredet. Wir sind schon im Frühjahr in Kandel im Duo eine 1:19 gelaufen.
An diesem Morgen passiert mir etwas, was mir bei über 100 Wettkämpfen davor noch nie passiert ist. Ich vergesse meine Garmin Uhr samt Pulsgurt Zuhause. Ich hatte einfach zuviel um die Ohren und war zu stark abgelenkt. Das Organisieren der Startplätze für das Team Beurer hatte meine ganze Aufmerksamkeit und das Einstecken der eigenen Uhr geriet in Vergessenheit. In Ulm angekommen, übergebe ich dann noch eine Startnummer und das Shirt an einen Läufer aus dem Team Beurer. Sogleich treffe ich Manne und erzähle ihm von meinem Malheur mit der Uhr. Die Bedingungen sind an diesem Sonntagmorgen wieder perfekt, wie schon so oft in Ulm. Zum Warmlaufen kommen die ersten Sonnenstrahlen durch. Manne und ich begeben uns rechtzeitig in den vordersten Startblock und treffen hier weitere befreundete Läufer. Die Minuten bis zum Start nutze ich noch zum Smalltalk mit anderen Startern. Der Startschuß erfolgt pünktlich und das Feld setzt sich in Bewegung in Richtung Thailfingen. Da ich keine Uhr trage und somit die Pace auch nicht kontrollieren kann, erkundige ich mich auf den ersten Metern immer mal wieder bei Manne. Schon bei Kilometer zwei schließe ich auf das Nachwuchstalent Alina Reh vom SSV Ulm auf. Sie ist mit ihrem Trainer Jürgen bei ihrem allerersten Halbmarathon unterwegs. Das angeschlagene Tempo der beiden paßt genau und ich hänge mich da mit rein. Alina wird auf der Strecke von vielen Zuschauern erkannt. Nach acht Kilometern steigern das Duo Alina und Trainer das Tempo und ich kann nicht mehr mithalten und muß abreißen lassen. Aber ich finde gleich wieder eine Gruppe in der das Tempo für mich paßt. So rennen wir durch Neu-Ulm und natürlich auch auf der Ulmer Seite. Extrem glatt ist wieder der Bodenbelag in der Neu-Ulmer Glacis Einkaufsmall. Hier muß man wirklich achtgeben, daß man nicht ausrutscht. Die Abschnitte an der Donau laufe ich teilweise in meiner Mittagspause und das Mörder-Kopfsteinpflaster eingangs des Fischerviertels ist mir mittlerweile auch gut bekannt. Hier muß man sich voll konzentrieren, damit man jeden Schritt richtig aufsetzt. Die letzten Meter die Hirschstrasse hoch, kurz vor dem Zielbogen auf dem Münsterplatz, sind jedes Jahr von vielen Zuschauern gesäumt. Die Zieluhr auf dem Münsterplatz bleibt für mich bei 1:19:23 Stunden stehen. Mit dieser Zeit erziele ich meine bisher beste Platzierung beim Halbmarathon in Ulm. Ich belege den 23. Gesamtrang und werde in meiner Altersklasse Dritter. Manne kommt acht Sekunden nach mir ins Ziel, er war immer dicht hinter mir.

Ulm_2016

www.42komma2.de -Faszination Marathon-

Chicago 2016

Chicago Marathon 2016 (Zeit 2:49:19)

Foto: Isaak Papadopoulos

Zitate


„Vier Minuten am Stück oder eine Meile unter 4:00 Minuten,
jeder Läufer hat seine Herausforderungen. Man muss sie nur anpacken.“

Roger Bannister (lief 1954 als Erster eine Meile unter 4:00 Minuten)