31. Dezember 2013

Ein Laufjahr wie ein Steak, sehr durchwachsen

  Es ist höchste Zeit einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate zu werfen. Ich habe versucht zu jedem Monat das Wichtigste zusammen zu fassen.

Januar:
Mit dem strukturierten Training beginne ich wie immer ab Januar. Für dieses Jahr habe ich mir die Fortsetzung des Streaks und eine Umfangssteigerung vorgenommen, ich möchte im Durchschnitt 100km die Woche laufen. Den Tempodauerlauf mache ich montags in der Mittagspause an der Donau entlang, damit ich werktags auch ein wenig Tageslicht abbekomme.

Februar:
Sechs Tage bin ich beim Skifahren in Südtirol. Für einen Streak Runner bedeutet das, nach dem Skilaufen noch die Laufschuhe zu schnüren und eine Runde zu laufen. Ich erkunde mit den Skiern die Seiser Alm und statte dem Hotel Paradiso einen Besuch ab.

März:
Den ersten Wettkampf der Saison bestreite ich in Kellmünz beim 10km Frühjahrslauf. Nach zuvor gutem Intervalltraining kann ich es aber im Wettkampf nicht umsetzten und bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden.

April:
Den Osterlauf muß ich wegen Ischiasproblemen absagen. Eine Woche später besuche ich meinen Laufkumpel Nils in Berlin. Hier erziele ich mein bestes Resultat in diesem Jahr. Beim Vattenfall Halbmarathon bestreite ich die schnelle Strecke in 1:17:58 Stunden und werde sogar Achter in meiner AK.

Mai:
Im Wonnemonat Mai läuft es beim Ulmer Stadtlauf wieder sehr bescheiden für mich. Dagegen ist das Resultat in Bad Waldsee beim Halbmarathon sehr gut, Platz fünf in 1:18:43 Stunden, so schnell war ich noch nie auf diesem Kurs. Gesundheitlich machen mir Beschwerden in der Leiste zu schaffen. Dank der guten Behandlungen bei rehaphysiomed klingen die Beschwerden langsam ab.

Juni:
Beim Rißtallauf in Schemmerhofen vermassle ich das Rennen mit meiner Renntaktik. Auch in Tuttlingen beim Halbmarathon läuft es nicht ideal, hier machen mir Magenprobleme zu schaffen. Ich kann mir allerdings wieder in der Kombiwertung den Schuh in Bronze sichern. Ende Juni kommt Nils zum Gegenbesuch aus Berlin und wir bestreiten in Stuttgart den Halbmarathon gemeinsam.

Juli:
Der Monat Juli steht wie immer im Zeichen der Regeneration. Ich reduziere den Laufumfang deutlich. Gegen Ende des Monats kommt ein weiterer Tiefschlag. Ich gebe das Rennen in Schwendi nach der Hälfte auf. Da hat der Kopf bei mir einfach nicht mitgemacht.

August:
Die spezifische Marathonvorbereitung für die Deutsche Meisterschaft in München beginnt. Dazu bin ich vier Wochen im Höhentrainingslager auf der Seiser Alm in Südtirol. Ich laufe im August keinen einzigen Wettkampf, dafür aber 663 Trainingskilometer, was einen neuen Monatsrekord darstellt.

September:
Am 18. September komme ich aus dem Trainingslager zurück. Ich bin von dem vielen Training sehr müde und muß mich erholen. Die Generalprobe in Ulm beim Halbmarathon gelingt überhaupt nicht. Anstatt eine neue Bestzeit zu laufen, muß ich während des Rennens einen Klostopp einlegen.

Oktober:
Bei meinem Saisonhöhepunkt, der Deutschen Marathonmeisterschaft in München, kann ich die gewünschte Leistung nicht zeigen. Das ist sehr enttäuschend für mich, zumal ich wirklich viel in die Vorbereitung investiert habe. Bei der Sportlergala der Stadt Laupheim bekomme ich die Auszeichnung in Bronze verliehen. Einen Tag später reisen meine Frau und ich nach New York City.

November:
Die sieben Tage in Manhatten und insbesondere der Marathon durch den Big Apple sind ein einmaliges Erlebnis. Die Atmosphäre an der Marathonstrecke ist gigantisch und die Zuschauer machen eine irre Stimmung. Sowas habe ich bisher noch nirgendwo erlebt. Auch die Begegnung mit Gretel Bergmann ist ein unvergessliches Erlebnis für Simone und mich.

Dezember:
Um meinen Schnitt von 100km/Woche halten zu können, muß ich im Dezember noch fleißig trainieren. Meinen ersten Crosslauf bestreite ich in Birkenhard bei der oberschwäbischen Crossserie. Am 23. habe ich mit dem Streak das zweite Jahr voll. Das Jahr 2013 endet mit über 5200 Laufkilometern bei 401 Einheiten.

Fazit:
Mit dem Jahr kann ich aus sportlicher Sicht nicht zufrieden sein. Vorallem der Aufwand mit dem vierwöchigen Trainingslager auf der Seiser Alm hat sich in diesem Jahr nicht ausgezahlt. Marathon in 2:50 Stunden konnte ich schon bei meinem dritten Auftritt zeigen. Nach meiner Analyse ist es aber nicht der eine Fehler gewesen, sondern die Summe der kleinen Fehler, die zu diesem bescheidenen Ergebnis in München geführt haben. Daher werde ich 2014 ein paar Dinge verändern.
Mein gesundheitliches Resümee ist, dass sich das Zwicken in der Leiste Mitte des Jahres gelegt hat. Seit einigen Wochen muß ich aber eine entzündete Plantarsehne beklagen. Diese Entzündung gilt es in den nächsten Wochen auszukurieren, daher ist nun Schonung verordnet.
Im nächsten Jahr werde ich weniger trainieren und mehr auf die Qualität bei den Einheiten achten. Meinen Streak werde ich nach 777 Tagen beenden, das ist dann am 7. Februar.

www.42komma2.de -Faszination Marathon-

Chicago 2016

Zitate


"Auch zwei dünne Läufer können dicke Freunde werden.“

James Kwambai und Duncan Kibet (kenianische Weltklasse-Marathonläufer)