28. September 2014

Nach langer Verletzungspause wieder am Start

Nach einer langen Verletzungspause und dem Wiedereinstieg ins Training habe ich mich entschlossen, meine Teilnahmeserie bei den Einstein Läufen in Ulm fortzusetzen. Ich stehe seit 2007 jedes Jahr in Ulm an der Startlinie und so habe ich das in diesem Jahr auch wieder machen können. Meine Vorbereitung war sehr übersichtlich, die ersten Läufe gingen über nur 6 km, mein längster Trainingslauf war dann über knappe 16 km. Ich fühlte mich gut und die Grundlagen waren durch das tägliche Radfahren zur Arbeit auch noch einigermaßen vorhanden. Ich nahm mir eine Laufzeit um die 90 Minuten vor.

Der Start verzögerte sich wegen eines Verkehrsunfalls auf den ersten Streckenkilometern um 30 Minuten. Da es an diesem Sonntagmorgen 8°C kalt und sehr neblig war, gehen Manne und ich wieder zurück in die benachbarte Donauhalle. Dort können wir uns sogar noch Warmlaufen und leicht Stretchen. Wir Quetschen uns in den ersten Startblock und treffen dort weitere bekannte Gesichter. Arthur Schmidt moderiert gekonnt den Start an und Peng geht es endlich auf die Strecke. Ich hänge mich an Günther und Engelbert, die eine 4er Pace anschlagen. Eigentlich ist das für mich ein wenig zu schnell, ich denke mir aber, da lauf ich jetzt einfach mal mit. Die ersten 10 Kilometer geht das auch ganz gut, der Split beträgt 41:02 Minuten. Jetzt muß ich ein wenig beim Tempo nachlassen und die beiden entschwinden mir zunehmend. Wie schon im letzten Jahr bekomme ich wieder Magen-Darm Probleme. Die Beschwerden werden immer schlimmer und mein Laufschritt wird immer mieser. Ich entscheide mich bei Kilometer 17 das Problem zu lösen und biege links in eine Eiscafé ein. Nach dieser Zwangspause von ca. 100 Sekunden fühle ich mich viel wohler und kann auch wieder moderat laufen. Es macht sogar richtig Spaß, denn ich kann einige Läufer vor mir einsammeln. Das Mörder Kopfsteinpflaster eingangs des Fischerviertel kenne ich mittlerweile gut und weiß, dass man sich hier nochmal auf jeden Schritt konzentrieren muß. Durch die vielen Zuschauer in der Hirschstraße lasse ich mich zu einem Schlussspurt hinreißen. Das hat man davon, wenn man monatelang keinen Wettkampf laufen kann. Die Ziellinie auf dem Münsterplatz überquere ich nach 1:31:24 Stunden. Nach der langen Verletzungspause bin ich damit zufrieden, nur die Zwangspause im Eiscafé ärgert mich. Die Ursache ist mir rätselhaft.

Team_Beurer_2014 
Ein Teil des BEURER Teams, ich im blauen KIESER Trikot, mache eine Ausnahme